048 Die Wandergruppe auf dem Beinter Kopf am römischen Bergheiligtum

Wanderung auf dem Moselsteig-Seitensprung Briedeler Schweiz am 25. Juli 2018

Zu einer Wanderung durch die Briedeler Schweiz, einem Moselsteig-Seitensprung, hatte Wanderführerin Helga Losert die Eifelvereinswanderfreunde eingeladen. Vom Parkplatz am Bummkopf auf der Hunsrückhöhe oberhalb des Moselortes Briedel startete die 37-köpfige Wandergruppe bei hochsommerlichen Temperaturen in die Wanderung, auf der sich immer wieder neue atemberaubende Blicke ins Moseltal auftaten.


Der Aussichtspunkt „Schöne Aussicht“ bot den Wanderern den ersten Ausblick ins sonnendurchflutete Moseltal und weit hinein in die gegenüberliegende Eifellandschaft. Tief unterhalb des steilen Prallhanges glitzerte das Wasser der Mosel im gleißenden Licht der Sommersonne. Im weiten Bogen umfloss es das mit Weinreben umkränzte Plateau des Zeller Hamms. Oberhalb des Marienburger Sattels, der schmalsten Stelle des Moselbogens, wurde in weiter Ferne die Marienburg sichtbar und hinter dem Sattel konnte man schon die Häuser des Moselortes Bullay erkennen. Der Blick hinunter auf die Moselschleife erfasste den Mosellauf von Briedel bis Zell.
Der nächste Aussichtspunkt „Wilhelmshöhe“ bot den Wanderern einen weiteren Panoramablick ins Moseltal aus neuer Perspektive. Tische und Bänke unter Schatten spendenden Bäumen luden hier zu erholsamer Rast ein.
Auf dem weiteren Weg erreichte man das „Sündhaus“ 1), eine Kapelle am Ende eines Kreuzweges. Sie wurde 1719 erbaut und ersetzte einen schon seit langem hier vorhandenen Wetterschutzunterstand. Im Schatten einer uralten, knorrigen unter Naturschutz stehenden Eiche zeigt sich die Kapelle heute gründlich saniert.
Im weiten Bogen führte der Weg am bewaldeten Moselhang abwärts, wo die Wandergruppe den nächsten Aussichtspunkt, die „Hindenburglay“, den Eingangspunkt der Briedeler Schweiz, erreichte. Von einem Felssporn hoch über dem Moselbogen genoss man erneut herrliche Ausblicke ins weite Moseltal bevor der schmale Wanderpfad wild romantisch hoch über der Mosel am bewaldeten Hang an bizarren Schieferfelsen vorbeiführte.
Nach einem kurzen Anstieg erreichte man mit dem Beinter Kopf schließlich die letzte Station auf der Wanderung durch die Briedeler Schweiz. Eine Hinweistafel informierte über ein ehemals hier erbautes spätrömisches Bergheiligtum, von dem heute noch sichtbare Fundamente des Gebäudes zu finden sind. Vom Aussichtspunkt in unmittelbarer Nähe genoss man noch einmal den Panoramablick ins Tal, bevor man sich auf den Weg hinunter ins Moseltal nach Zell begab.
Zur abschließenden Einkehr traf man sich im „Weincafé Korkerzieher“ im Moselort Briedel, wo man den Wandertag in geselliger Runde ausklingen ließ. Mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedete sich die Wandergruppe von Wanderführerin Helga Losert, die diese eindrucksvolle Wanderung durch die Briedeler Schweiz hervorragend vorbereitet und mit viel Umsicht geleitet hat.

Norgart Gudat

1) Das Wort "Sünd" (Sündhaus, Sündkapelle) leitet sich von dem lateinischen Wort "simeta" ab und wandelte sich über das mittelhochdeutsche Wort "Sinten" zu "Sünd" und bedeutet Pfad oder Fußweg. Im Ortsdialekt wird der Weg auch heute noch "Sond" genannt.

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