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Ein Rundgang über die Rheininsel Niederwerth am 22. März 2022
Zu einem Rundgang über die Rheininsel Niederwerth hatte Wanderführer Klaus Dingeldein die Wanderfreunde des Eifelverens Mayen eingeladen. Von Vallendar aus wollte man in die Inselrundwanderung starten.

Im Vorfeld informierte der Wanderführer über Geographie und Besiedlung der Rheininsel. So erfuhr man, dass zum Gemeindegebiet auch die unbewohnte Nachbarinsel Graswerth gehört und dass Graswerth, als Naturschutzgebiet ausgewiesen, vielen seltenen Vogelarten Lebensraum bietet. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass sich die Flussinsel über eine Länge von 4,5 Kilometern erstreckt, dass die landwirtschaftlichen Flächen für den Obst- und Gemüseanbau genutzt werden und dass die Insel erst im Jahr 1958 durch einen Brückenbau Anschluss zum Festland erhielt. Zudem erfuhr man, dass die noch bestehende spätgotische Klosterkirche, die heutige katholische Filialkirche St. Georg im 15. Jahrhundert von den Augustiner Chorherren erbaut wurde, in den Jahren 1968 bis 1974 restauriert wurde und heute ein geschütztes Kulturdenkmal ist.
Der Zugang zur Insel erfolgte über die Brückenverbindung. Vom Zentrum des Ortes aus folgte man dem östlich gelegenen Uferweg zur Nordspitze der Insel. Über den Nebenarm des Rheins hinweg war die Naturschutzinsel Graswerth ständiger Begleiter. Der niedrige Wasserstand des Rheins gab den mit Kies und Geröll übersäten Strand ausufernde Weite. Stromabwärts konnten die Blicke unter der Autobahnbrücke der A 48 hindurch zu den Ortschaften St. Sebastian und Bendorf schweifen. Stromaufwärts am gegenüberliegenden Rheinufer war eine Häuserreihe mit der in die Front eingebundenen Pfarrkirche St. Martin zu erkennen. Der Weg zum südlich gelegenen Inselstrand erfolgte über den westlichen Uferweg vorbei an den Sport- und Freizeitanlagen der Insel. Über mit Gestrüpp überwucherte sandige Pfade erreichten die Wanderer den weitläufigen mit Kies und Muschelschalen übersäten Strand. Hier konnten die Blicke rheinaufwärts nach Neuendorf, zur Festung Ehrenbreitstein mit seiner Seilbahnverbindung zum Deutschen Eck und weiter bis zur Pfaffendorfer Brücke schweifen. Der Rundweg über die Insel endete mit der Besichtigung der Filialkirche St. Georg. Beeindruckt zeigte man sich von der Innenausgestaltung der Kirche mit seiner Vielzahl an Skulpturen aus unterschiedlichen Epochen. Die Wandmalereinen, die Bleiglasfenster und der Hochaltar mit den farbigen Holzreliefs des Koblenzer Holzschnitzers Jakob Kern begeisterten die Betrachter.

26.03.2022 Norgart Gudat

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