034 Am Junker Schilling Platz a

Auf dem Mühlsteinwanderweg durch das Eifeler Mühlsteinrevier
Zu einer Wanderung durch das Eifeler Mühlsteinrevier hatte der Eifelverein Mayen eingeladen. Und so startete Wanderführerin Monika Reis bei optimalem Wanderwetter mit 54 Eifelvereinswanderern von Ettringen aus in die Wanderung.

Auf dem Mühlsteinwanderweg, der im September 2019 im Zuge des UNESCO-Projekts „Welterbe Eifeler Mühlsteinrevier“ eröffnet wurde, ging es durch die Bergbaulandschaft der Mühlsteinbrüche zwischen Mayen und Mendig. Nach der Umrundung des Ettringer Bellerberges mit seinen vielen Ausblicken ins Mayener Tal und weit hinüber aufs Maifeld, ging es vorbei am Kottenheimer Büden, der westlichen Flanke des großen Bellerberg- Vulkans mit seinen „Siewe Stuwe“, den in Lavaschlacke gehauenen Höhlen, die der Bevölkerung im 2. Weltkrieg Schutz vor Luftangriffen boten. Weiter führte der Wanderweg vorbei an der idyllischen Grubenlandschaft „Kottenheimer Winfeld“, wo noch bis in die 1960er Jahre Basalt abgebaut wurde. Viele Info- und Schautafeln am Wegesrand führten in die örtliche Bergbaugeschichte ein. Nach einer kurzen Rast am Junker-Schilling-Platz mit seinen markant aufstrebenden Basaltsäulen verließ man die Waldregion mit seiner Grubenlandschaft und erreichte über einen weitläufigen Wirtschaftsweg das Wanderziel Mendig. Seit dem 18. Jahrhundert wurde hier Basalt für die Mühlsteinindustrie im ehemals größten Basaltlava-Bergwerk der Welt unterirdisch abgebaut. Erst mit dem Niedergang der Mühlsteinindustrie wurde der Basaltabbau unter Tage eingestellt. Die entstandenen Hohlräume, die Lavakeller, dienten nun den Bierbrauereien als Gär- und Lagerkeller. Heute können die Lavakeller im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Der Wanderweg durch das Eifeler Mühlsteinrevier gab den Wanderern mit seinen vielen Info- und Schautafeln einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Mühlsteins und seine Bedeutung für die Region.

23.02.2020 Norgart Gudat

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