Limes Grenzbefestigung

Vom Malberg zum Limes-Lehrpfad und weiter nach Leutesdorf am Rhein
am 30. August 2017

Bei sommerlichen Temperaturen begab sich eine 33-köpfige Wandergruppe des Eifelvereins Mayen auf Wandertour in den Westerwald.

Mit dem Bus ging es über Bad Hönningen hinauf in den Westerwald. Vom Malberg, einem Basaltkegel vulkanischen Ursprungs, startete die Wandergruppe unter der Leitung der Wanderführer Monika und Walter Reis in die Wanderung. Vorbei an einem idyllisch gelegenen Kratersee (entstanden durch Basaltabbau vergangener Jahrzehnte) erreichte man einen Aussichtspunkt von dem aus man einen herrlichen Blick weit über den Ort Waldbreitbach hinaus in die Landschaft des Westerwaldes genießen konnte.
Vom Malberg aus führte der Wanderweg durch die Wälder des Westerwaldes Richtung Rheintal. Nach ausgiebiger Rast an der Gilleshütte im Bahlsbachtal ging es weiter Richtung Limeswanderweg. Schließlich erreichte man den Limes-Lehrpfad auf der Rheinhöhe bei Rheinbrohl. Die Ausgrabungsstätte zweier Limestürme zogen die Blicke der Wanderer auf sich.
Informationstafeln gaben Aufschluss über Bauweise und Bedeutung der aus Stein errichteten Wachtürme. Wall und Graben hinter den Turmfundamenten sowie neu errichtete Holzpalisaden zeigten den Wanderern den Verlauf der ehemals römischen Grenzbefestigung an. Nach der Besichtigung der Ausgrabungsstätte folgte man dem Limeswanderweg bergaufwärts zu einem Nachbau des Limeswachturms Nr. IX, einem Holzwachturm am Beulenberg, von dem aus die Wanderer einen herrlichen Ausblick hinunter ins Rheintal nach Rheinbrohl genießen konnten.
Als nächstes zog eine Köhlerhütte die Aufmerksamkeit der Wandergruppe auf sich. Man erfuhr, dass hier einmal im Jahr Holzkohle auf alt hergebrachte Weise hergestellt wird.
Dem Limesweg folgte man noch eine Weile in südlicher Richtung, bis man schließlich die Rheinhöhe oberhalb des Ortes Leutesdorf erreichte. Bevor man zu erholsamer Rast in der Brombeerschänke einkehrte, genoss man den herrlichen Ausblick hinunter ins sich weit öffnende Tal des Rheins, nach Leutesdorf, Neuwied und Weißenturm.
Mit einem selbstgestalteten, die Wanderung beschreibenden Wanderlied erinnerte Wanderführer Walter Reis noch einmal an die Erlebnisse des Wandertages, was die Wanderteilnehmer mit kräftigem Applaus belohnten. Ein wunderschöner Wandertag ging zu Ende, für den man sich bei Wanderführerin Monika Reis und Wanderführer Walter Reis herzlich bedankte.

Norgart Gudat

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