
Am Mittwoch, den 19. August 2026, trafen sich die Wanderfreunde am Schützenplatz mit ihrem Wanderführer Barthel Funk. Durch den Mayener Stadtwald führte die rund 11 Kilometer lange Wanderung Richtung St. Johann. Über das Mayener Freizeitzentrum erreichte die Gruppe den ehemaligen Basaltsteinbruch unterhalb von St. Johann.
Barthel Funk machte deutlich, welche Bedeutung der Basaltabbau einst für die Region hatte. Bereits um 1900 begann der Abbau, der insbesondere für den Straßenbau eine wichtige Rolle spielte. In den 1970er-Jahren wurde das Werk um eine Vorbrechanlage erweitert, die damals als größte Deutschlands galt. Die Sprengungen waren bis in die Stadt Mayen zu hören.
Heute zeigt sich ein völlig anderes Bild. Wo früher Basalt abgebaut und Gestein gesprengt wurde, entsteht ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Hunderte Arten finden hier geeignete Lebensbedingungen, darunter Wildbienen, Vögel, Insekten, Reptilien und Fledermäuse. Sie profitieren von den Felswänden und offenen Flächen.
Besonders beeindruckend sind die geologischen Besonderheiten im Bereich des historischen Steinbruchs „Ahl“. Vor rund 400.000 Jahren sorgte ein Ausbruch des Hochsimmer-Vulkans für die markanten Gesteinsformationen. Seit über 7000 Jahren betrieb man hier Basaltabbau. Mayen wurde zu einer „steinreichen“ Stadt. Ein weiterer Höhepunkt ist der Aussichtspunkt „Johannesknecht“, der 2019 errichtet wurde und an die sagenumwobenen Felskegel „Johannesknecht“ und „Dicke Train“ erinnert.
Die Wanderung gab Einblicke in die vulkanische Vergangenheit der Region und hob die besondere Bedeutung der Landschaft hervor. Zum Abschluss ließen die Wanderer bei Speisen und Getränken das Erlebte Revue passieren.
23.08.2026 Heinke Fuchs


